Unterwegs zwischen Geologie und Zoiglbier
Unter dem Motto „Heit gejt’s nou Tschitscherlbo“ fanden sich vergangenen Sonntag 21 Wanderer am Treffpunkt ein, um sich mit Werner und Petra an diesem doch schon herbstlich anmutenden „Nebeltag“ auf den Weg Richtung Windischeschenbach zu machen. Die Wettervorhersage versprach jedoch nach Nebelauflösung Sonnenschein und angenehme Temperaturen.
Vor dem Start an unserem Ausgangspunkt Schweinmühle bat Werner die Wandergruppe, in Gedenken an unseren Vorstand Bernd mit einer Schweigeminute kurz innezuhalten.
Anschließend teilte sich die Gruppe fast zu gleichen Teilen wieder in Lang- und Kurzwanderer auf und man startete nacheinander zunächst in gleicher Richtung an Fichtelnaab und Bahn entlang. Während Werner mit seinen „Langen“ schließlich nördlich Richtung Pleisdorf abbog, wanderten die „Kurzen“ mit Petra schnurstracks nach Naabdemenreuth. Hier ging‘s nach einem ebenen Flurweg links bergauf zum inzwischen aus dem Nebel aufgetauchten Bohrturm des KTB Geozentrums. Nun bereits Mittagszeit wurde auf dem Aussichtsplatz die Brotzeit ausgepackt – wie auf Kommando riß die Nebeldecke auf und die Sonne lugte neugierig hervor. Nachdem der Hunger gestillt und der Durst gelöscht war, war es für Petra Zeit, Informationen zum KTB Projekt zum Besten zu geben.
Anschließend lag bei inzwischen warmem Sonnenschein ein herrlicher Höhenweg vor uns. An der Herz-Jesu Kapelle wurde bei einer Trinkpause die wunderbare Rundumsicht genossen – im Norden der Steinwald, im Süden die Hügel um Windischeschenbach. In diese Richtung neigte sich jetzt auch der Höhenweg nach der Ortschaft Berg abwärts. Am Ortsrand von Windischeschenbach angekommen klärte Petra ihre Gruppe auf, was es mit der spöttischen Bezeichnung Tschitscherlboch und der Hauptstadt des Zoigls auf sich hat. Ja – das Zoigl lockte schon sehr beim Passieren des Stadtplatzes, denn da hatte „der Roude“ – noch eine der wenigen urtümlichen Zoiglstuben – seinen Zoiglstern ausgehängt. Aber unser Ziel Schweinmühle war ja nicht mehr weit. An weiteren, aber gerade geschlossenen, Zoiglstuben vorbei gings letztlich weiter zur Oberbaumühle, an der Fichtelnaab entlang erreichten wir schließlich unsere Schlußeinkehr in der Ausflugsgaststätte Schweinmühle.
Gerade Platz genommen kam auch Werner mit seinen „Langen“ ans Ziel. Diese zogen nach dem Abzweig nördlich nach Pleisdorf eine Schleife über den Schrollenbühl nach Lehen und Trautenberg. Danach ebenfalls am KTB-Gelände angekommen, diente auch hier die Aussichtskanzel als idealer Brotzeitplatz. Einige Stichpunkte zu den Tief-Bohrungen zwischen 1987 und 1994 konnte auch Werner beitragen. Mittlerweile auf dem selben Weg wie die Kurzwandergruppe führte auch für sie der Weg über diesen schönen Höhenweg weiter an Kapelle und „Berg“ entlang. Der letzte Abschnitt nach Oberbaumühle wurde jedoch abgekürzt und die Wanderer marschierten so ebenfalls an der Fichtelnaab entlang zur geplanten Einkehr.
Nach diesem perfekten Timing konnte nun gemeinsam bei gutem Essen und Trinken – auch hier gab’s Zoigl – der Wandertag gemütlich abgeschlossen werden. Es waren sich alle einig: ein wunderschöner sonniger, aussichts- und informativ aufschlussreicher, vor allem mit gut 12 bzw. knapp 10 km eher bequemer Wandertag lag hinter uns. Nach Dank an die beiden Wanderführer Werner und Petra für Organisation und Wegführung möchten sich diese auch bei ihren Wegbegleitern bedanken.