Galgen, Höhlen und Kirchen und viele Felsen

Galgen, Höhlen und Kirchen und viele Felsen

Wettersturz in der Nacht zum Sonntag: mit bangen Blicken gen Himmel begaben sich Wanderführer Werner und Petra am Sonntagmorgen zum Treffpunkt der geplanten Wanderung. Müssen wir absagen? Aber nein, sie wurden dort bereits von einigen unverzagten Wanderlustigen erwartet. Erfreut darüber traten sodann insgesamt 11 Wanderer die Fahrt ins fränkische Plech an. Nach Ankunft am Wanderparkplatz Geißbock wurde nach kurzer Beratung demokratisch beschlossen, die Wanderung trotz Regen und kleiner Gruppen wie geplant in Lang- und Kurzversion durchzuführen. Das war eine gute Entscheidung, denn nach ca. 1 Stunde mit teils ergiebigem Regen zeigte Petrus Einsicht und schloss die Himmelsschleusen.Werner startete zuvor mit seinen Langwanderern in Richtung Norden zum ersten Ziel, der Felsformation Wirrenloch. Nach einem anschließenden weiten Bogen Richtung Süden wurde die Weidenkirche (2017 eingeweiht ranken sich Weiden um ein Metallgerüst in Form eines Kirchenschiffes und verändern dadurch über die Jahre ihr Aussehen) erreicht. Hier wurde auch Mittagspause eingelegt, denn mittlerweile zeigte sich nach dem Regen  blauer Himmel und die Sonne. Weiter gings af Plech näi, vorbei am Brunnen „Plecher Bürgerstreich“, den Felsenkellern, zum entferntesten Punkt, dem „Großen Berg“. Der „Plecher Turm“ und der anschließende Aufstieg zur „Schönen Aussicht“ waren hier die Highlights für die Wanderer. Über das Naturdenkmal „Judenfriedhof“, mystisch im Wald verteilte bemooste Felslein, führte der Weg zum nächsten Highlight, den Plecher Klippen mit Fleischlochhöhle und Fuchslöchern. Danach gings auf bequemen Wegen nur noch vorbei an der Ernsthüll und letztendlich Bernheck mit seiner modernen Kirche St. Sebastian. Im  Gasthaus Seitz, der Schlußeinkehr, wurden sie bereits von den knapp zuvor eingetroffenen Kurzwanderern erwartet.

Diese waren mit Petra vom Ausgangspunkt Geißbock Richtung Süden gestartet. Auf bequemen Wegen gings vorbei am Kuckucksloch (ein großer Felsblock mit Durchgangslöchern), und der Ernsthüll. Nach leichtem Anstieg hieß es ‚Aufpassen!‘, um die Abzweigung nach unten und ebenfalls vorbei an der Fleischlochhöhle und Plecher Klippen nicht zu verpassen. Der steile Abstieg ins Tal wurde in großem Bogen umgangen, wodurch sich nach Verlassen des Waldes ein schöner erster Blick auf Plech auftat. Weiter durch Plech gings Richtung Gottvaterberg, aber zuvor wurde im Pavillion am „Plecher Bürgerstreich“ Mittagsrast eingelegt. Bei der Gelegenheit erzählte Petra die Sage, was es damit und den Figuren am Brunnen auf sich hat. Frisch gestärkt wurde nach Besichtigung der Felsenkeller der idyllische Rundweg auf und um den Gottvaterberg angetreten. Auch in die Markgrafenkirche St. Susannae mußte ein Blick geworfen werden. Endlich gings zum Plecher Galgen, symbolisch wurde hier 2015 ein Denkmal gesetzt. Nun ebenfalls an der Weidenkirche angekommen, fiel die geplante Rast den nun sich aufbauenden Wolken und beginnendem Tröpfeln zum Opfer. Dafür fiel der Aufenthalt in St. Sebestian in Bernheck etwas länger aus, bevor zur Schlußeinkehr gestartet wurde.Nach wohliger Stärkung im gemütlichen Gasthaus und eingehendem Austausch der jeweiligen Wandererlebnisse wurde gemeinsam noch der restliche Kilometer zum Ausgangspunkt am Wanderparkplatz angetreten.

Als Resümee waren alle froh, sich trotz des wetterbedingt widrigen Starts auf den Weg ins Fränkische gemacht zu haben.Der sich dann noch sonnig entwickelte Tag erschien allen wie eine Belohnung dafür.

Text und Bilder: Petra Held, S. Rezek u. C. Hübner

Kommentare sind geschlossen.