Wildromantisch und naturbelassen: Unterwegs im Herzen des Rohrenstädter Tals

Wildromantisch und naturbelassen: Unterwegs im Herzen des Rohrenstädter Tals

Unter diesem verheißungsvollen Motto stand unser jüngster Wandertag, der insgesamt 24 begeisterte Wanderer und Naturbegeisterte zusammenführte. Bei schönem Wetter teilte sich unsere stattliche Gruppe zu exakt gleichen Teilen auf: Zwölf Wanderer folgten Werner auf der gemütlichen Kurzwanderung, während die anderen zwölf mit Conny die Langstrecke in Angriff nahmen.

Schon der Auftakt war von Herzlichkeit geprägt. Zur Begrüßung überraschte Conny alle Teilnehmer mit einem liebevoll ausgesuchten Geschenk: Ein kleiner Kompass-Anhänger, der uns symbolisch den Weg weisen und als bleibende Erinnerung an diesen Tag dienen sollte.Gemeinsam, wenn auch mit einem respektvollen, kurzen Abstand, startete das Abenteuer am imposanten Felsentor direkt an der Quelle des Rohrenstädter Bachs. Der Weg entpuppte sich schnell als Naturparadies. Vorbei an einem idyllischen Wildgehege, in dem uns neben anmutigen Rehen sogar ein seltener, majestätischer weißer Hirsch neugierig beäugte, führte uns die Route zuerst durch die Ortschaft Deinschwang.Hinter dem Ort ließen wir die Zivilisation endgültig hinter uns. Oberhalb des Tals folgten wir der Markierung „Blaukreuz“ auf dem malerischen Birglandweg. Schließlich bogen wir nach rechts auf den bekannten 5-Täler-Wanderweg ab, der uns Richtung Wünricht führte.

Nach dem ersten knackigen Anstieg hatten sich die Langwanderer eine Verschnaufpause redlich verdient. Und Conny zog ein echtes Ass aus dem Ärmel: Sie verwöhnte die Gruppe mit köstlichem, selbstgemachtem rotem Johannisbeerenlikör und frisch gebackenem, saftigem Rahmkuchen. Frisch gestärkt ging es weiter durch Wünricht. Nach einem kurzen, besinnlichen Innehalten an der St. Maria Kapelle zog die Karawane weiter – vorbei an einer Pferdekoppel und einem wilden Apfelbaum, dessen reife, süße Früchte eine willkommene, knackige Erfrischung am Wegesrand boten.Über saftige, sonnenüberflutete Wiesen führte der 5-Täler-Weg die Gruppe schließlich nach Mitterrohrenstadt. Direkt hinter dem Ortsschild forderte uns ein steiler Anstieg noch einmal heraus, bevor wir links wieder auf den Birglandweg einbogen. Das ersehnte Etappenziel Stöckelsberg war nun greifbar nah.Im Gasthof Kellermann fand die perfekte Halbzeit statt. Nur wenige Augenblicke nach den Langwanderern traf auch Werners Truppe der „Kurzen“ bester Laune im Wirtshaus ein. Bei zünftigem Essen und kalten Getränken wurden die ersten Erlebnisse des Vormittags ausgetauscht, gelacht und die Beine gelockert.Nach dem Verlassen von Stöckelsberg passierten wir erneut Mitterrohrenstadt und bewunderten im vorbeigehen das historische Schloss sowie die charmante Kirche im benachbarten Oberrohrenstadt. Entlang der Markierung „Rotring“ folgten wir dem sanft plätschernden Rohrenstädter Bach tiefer hinein in das wildromantische Tal.

Ein absoluter Höhepunkt erwartete uns auf dem Freyberg bei der Kapelle „Unserer lieben Frauen“. Flankiert wird das historische Kleinod von zwei monumentalen, uralten Linden. Wir machten die Probe aufs Exempel: Erst als sich alle zwölf Personen unserer Langwandergruppe an den Händen nahmen, gelang es uns, den gewaltigen Stamm der mächtigsten Linde vollständig zu umspannen – ein tief beeindruckendes Naturerlebnis!

Wie bestellt ereignete sich genau hier ein kleines Wunder aus „heiterem Himmel“: Ein freundlicher Herr tauchte wie aus dem Nichts auf, schloss uns die Kapelle auf und bescherte uns eine exklusive, ungeplante Führung durch das historische Innere.

Da die Kurzwanderer ihr Programm bereits beendet hatten und am Zielort warteten, mussten wir uns schließlich sputen, um die Geduld unserer Vereinskollegen nicht überzugehen.

Fazit: Ein rundum gelungener, herrlicher Wandertag, der landschaftlich wie gemeinschaftlich kaum zu überbieten war. Ein ganz herzliches Dankeschön im Namen des gesamten Vereins an Conny und Werner für die tolle Organisation und die perfekte Führung! Wir freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Abenteuer.

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